The Prodigy – Wie alles begann

The Prodigy
Editionen:Taschenbuch (Deutsch) - 1. Auflage: € 14,95
ISBN: 3854453329
Größe: 14,00 x 20,00 cm
Seiten: 270

Die englischen Big-Beat-Pioniere The Prodigy sind für ihre schweißtreibenden Live-Shows bekannt. Und bald können sich auch die deutschen Fans von Sänger Keith Flint (48), Liam Howlett (47) und Keith Palmer (51) einmal mehr von ihren Live-Qualitäten überzeugen.
Diese Ankündigung hat jetzt wenig mit einer Buchrezension zu tun aber da ich mich für die Band interessiere, habe ich einmal nach Literatur zur Band gesucht. Gefunden habe ich nur dieses in deutscher Sprache.
Und abgesehen von einer kurzen Liste mit einigen Stichworten, was weiter bis 2010 in der Karriere von The Prodigy passierte, ist dieses Buch scheinbar "nur" die deutsche Übersetzung des 1995 erschienen Titels "The Prodigy - Electronic Punks: The Early Years 1988-1994 *)".

Für mich, der sich nicht zutraut ein englisches Buch fließend durchzulesen, ist es aber eine schöne Ausgabe. So weiß Martin Roach allerhand Anekdoten vom Tour-Leben der britischen Band zu berichten. Er erzählt die Geschichte von Liam Howletts Projekt, angefangen bei dessen Wurzeln im Hip-Hop über Rave hin zum Headliner auf Rock-Festivals.

Durch die Beschränkung auf die ersten Singles wie Charly und die beiden ersten Prodigy-Alben fühlt sich das Buch (1995 geschrieben) wie ein Bericht über eine Zeit an, die lange her und vorbei ist. The Prodigy als eine der wichtigsten Bands der Neunziger zu bezeichnen, ist wohl etwas überzogen. Mir gefällt die Musik und es fallen mir gerade, neben den ganzen Euro-Pop-Bands, nicht viele wegweisende Truppen ein. Einer meiner Favoriten in den 90ern war z.B. Faithless.

Auch wenn das Buch in die Geschichte vor ca. 20 Jahren greift, so ist es doch sehr unterhaltsam und interessant geschrieben.

Da die Band im November (Berlin, München) und Dezember (Düsseldorf, Frankfurt/Main) in Deutschland zu sehen ist, können wir die Entwicklung selbst miterleben. Die Termine habe ich mit in den Veranstaltungskalender eingepflegt. Das Buch ist für Fans, die sich auch für die Geschichte der Band interessieren.

 

 

 

Veröffentlicht:
Verleger: Hannibal Verlag
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Bewertungen:Was der Verlag zum Buch *) schreibt:

Die Pioniere des Big Beat und Trip Hop Anfang der 1990er Jahre mischte eine Band die gesamte Musikszene buchstäblich neu auf: Breakbeats in elektronischer Tanzmusik, mit Anleihen aus Acid House, Techno, Drum n Bass und Jungle, vermischt mit Punk-Elementen, ergaben einen sensationellen neuen Stilmix. The Prodigy (engl.: Wunderkind) wurden zu Pionieren des Big Beat und Trip Hop. Bis heute sind sie ein Garant für aufregende neue Sounds. Musikalischer Kopf der Band ist Liam Howlett, der mit einem Moog-Prodigy-Synthesizer (daher der Name) seine Ideen in eigene Musik umsetzt. Seine Karriere begann er als DJ auf Partys. Dort traf er Leeroy Thornhill und dessen Freund Keith Flint. Zusammen mit Keith Palmer (alias Maxim Reality) spielten sie in zahlreichen Clubs und dann auch bei Festivals vor einem immer größer werden Publikum. Das Album Music for the Jilted Generation erreichte 1994 Platz 1 in den britischen Charts und wurde über 1 Million Mal verkauft. Auftritte in der ganzen Welt folgten, prämiert mit dem MTV Award als Bester Dance Act. Autor Martin Roach begleitete The Prodigy in dieser spektakulären Anfangszeit und führte zahlreiche, oft stundenlange Interviews mit Musikern, Freunden und Verwandten. Das Ergebnis ist die einzige offizielle Biografie der weltweit erfolgreichsten Hard Dance-Band. Zahlreiche exklusive Fotos aus Privatarchiven runden eine intime, sehr detailfreudige Biografie über die aufregende Gründerzeit dieser innovativen Musiker ab.


Über den Autor:

Martin Roach ist seit vielen Jahren erfolgreicher Autor und Verleger. Seine Bücher über Popstars wie Take That, Blur, The Strokes, The White Stripes oder Justin Timberlake haben weltweit eine Auflage von mehr als 1,5 Millionen erreicht. Als Chef des englischen Verlages Independent Music Press publiziert er seit 1992 zudem Bücher zahlreicher Autoren über Jugendkultur (Doc Martens, Tattoos, Pop Idol, Bikers) und Rockstars wie Robert Plant, Green Day oder Dave Gahan.