Vorgestellt: Das Philosophenschiff

Der Roman “Das Philosophenschiff” von Michael Köhlmeier kurz und prägnant.

  • Inspiration: Der Autor schöpft aus drei Quellen: bereits existierendes Erzählgut, eigene Erlebnisse und die Erlebnisse anderer.
  • Die Geschichte: Die 100-jährige Professorin Anouk Perleman-Jacob lädt den Schriftsteller zu ihrer Jubiläumsfeier ein. Sie möchte, dass er ihre Geschichte erzählt: die Exilierung ihrer Familie im Zuge der Operation “Philosophenschiff” im Jahr 1922.
  • Die Deportation: Hunderte Intellektuelle wurden auf Anordnung Lenins mit zwei Schiffen und auf dem Landweg außer Landes gebracht. Anouks Familie landete auf einem dritten, geheimnisvollen Schiff.
  • Die Begegnung mit Lenin: Anouk begegnet auf dem Schiff dem todkranken Lenin. In Gesprächen erfährt sie von seiner Machtphilosophie: Macht ist die Macht zu töten.
  • Lenins Tod und Aktualität: Am Ende des Romans wird Lenin selbst zum Opfer seiner Ideologie. Köhlmeier zeigt die Gefahr von Ideologien und warnt vor blindem Vertrauen in Macht.
  • Bezüge zur Gegenwart: Der Autor vergleicht die Deportation der Intellektuellen mit der Flucht junger Russen aus dem Ukraine-Krieg 2022.
  • Fazit: “Das Philosophenschiff” ist ein Roman über Macht, Ideologie und die Gefahr des Totalitarismus. Er ist sowohl historisch fundiert als auch aktuell und relevant.
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Das Philosophenschiff

Michael Köhlmeier

In dem Buch „Das Philosophenschiff“ befasst sich der Autor Michael Köhlmeier mit einem wichtigen und bedrückenden Kapitel der sowjetischen Geschichte. Ein Schriftsteller, hinter dem unschwer der Autor Köhlmeier zu entdecken ist, wird von der 100jährigen Star-Architektin Anouk Perleman-Jacob eingeladen, ihr Leben als Roman niederzuschreiben. Sie wurde in Sankt Petersburg geboren, war Zeitzeugin des bolschewistischen Terrors und wurde als junges Mädchen zusammen mit ihrer Familie und anderen Intellektuellen auf Befehl Lenins zwangsexiliert, indem sie auf den so genannten „Philosophenschiffen“ ins Ausland deportiert wurde. Auf einem dieser Schiffe trifft sie dann auf Lenin selbst.

Aus dem Klappentext

Zu ihrem 100. Geburtstag lädt die Architektin Anouk Perleman-Jacob einen Schriftsteller ein und bittet ihn darum, ihr Leben als Roman zu erzählen. In Sankt Petersburg geboren, erlebt sie den bolschewistischen Terror. Zusammen mit anderen Intellektuellen wird sie als junges Mädchen mit ihrer Familie auf einem der sogenannten „Philosophenschiffe“ auf Lenins Befehl ins Exil deportiert. Nachdem das Schiff fünf Tage und Nächte lang auf dem Finnischen Meerbusen treibt, wird ein letzter Passagier an Bord gebracht und in die Verbannung geschickt: Es ist Lenin selbst.

Pressestimmen

„Michael Köhlmeier gelingt mit dieser cleveren und gewitzt erzählten Geschichte eine Parabel auf den linken politischen Terror… Der Roman ist ein Meisterwerk der Erzählkunst, in dem Realität und Fiktion auf gekonnte Weise miteinander verwoben werden – spannend, tiefgründig und humorvoll zugleich. Und wie gesagt: brandaktuell.“ Michael Luisier, SRF2 Kultur, 25.02.24

„Ein spannender, kluger, mit großer formaler Könnerschaft erzählter Roman.“ Karl-Markus Gauß, Süddeutsche Zeitung, 07.02.24

„Eine eindringliche, leicht und zugleich zweifelnd erzählte Geschichte vom Scheitern großer Ideen im 20. Jahrhundert … Ein sehr kluger und dabei wahnsinnig leicht und angenehm und wie ein Parlando zu lesender Roman, über den man lange nachdenkt.“ Verena Auffermann, Deutschlandfunk Kultur, 31.01.24

„Michael Köhlmeier ist ein weiteres Prachtstück seines gedanken- und geistreichen literarischen Könnens gelungen.“ Martin Maria Schwarz, HR2 Kultur, 29.01.24

„Ein klassisch-köhlmeiersches Spiel zwischen Fakt und Fiktion.“ Alice Pfitzner, ORF ZiB, 29.01.24

„Ein Schelmenstück des Vorarlbergers, das nicht nur dem Gründer der Sowjetunion voller Hintersinn ‚huldigt‘ … Mit all ihren kunstvollen erzählerischen Flauten ist Michael Köhlmeiers nasse Klassenfahrt ein langes, eindringliches Gedankenspiel. Kann sein, dass das Lenin-Jubiläum sich von diesem wunderbar boshaften Anschlag nicht mehr erholen wird. Kein Klassenkampf, sondern famose Spiegelfechterei.“ Ronald Pohl, Der Standard, 29.01.24

„Eine berührende, politisch hellsichtige Parabel auf die Politik des Terrors … Präzise sind die Dialoge, verspielt die längeren Prosapassagen. Köhlmeier beweist auch mit diesem Buch seine literarische Könnerschaft.“ Carsten Otte, SWR2 lesenswert, 28.01.24

„Ein mutiger Blick auf die ewig korrumpierende Macht, die selbst dann gefährlich wird, wenn sie das Gute will.“ Maximilian Sippenauer, Titel, Thesen, Temperamente, 21.01.24

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